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Dienstag, 21. Juni 2016

Schriftliches



Das Programm des dänischen Circus „Arli“ zeigt eine typische, bis in die Gegenwart immer wieder gern verwendete „Circus-Typografie“.
Diese Schrift schafft zwar wie kaum eine andere einen Bezug zum Sujet – durch ihre weite Verbreitung eignet sie sich jedoch wenig als Teil eines „corporate designs“.
Viele Circusse nutzten und nutzen hingegen individuelle, einprägsame und auffällige Schriftzüge als Erkennungszeichen auf Druckwerbung, Fassaden und Wagenpark. Diese grafisch gestalteten Schriftzüge spiegeln oftmals den Zeitgeschmack und weisen in den besten Fällen zudem einen ausgeprägt „circensischen“ Charakter auf.
Vor allem bei der Gestaltung von Programmcovern wagten sich einige Grafiker daran, spielerisch und weitgehend ohne Rücksichtnahme auf funktionale Beschränkungen die Schrift in den Vordergrund zu stellen.
Während der amerikanische Ausstellungsführer aus den frühen 70ern eine interessante Verbindung von typografischen und bildnerischen Elementen aufweist, dient auf den ausgezeichnet gestalteten Programmtiteln des Circus Monti von 1990 (Zebedäus Gremper) sowie des Circus Aeros von 1967 die Schrift fast als alleiniges Gestaltungsmittel. Letztgenannte Arbeit stammt von dem hervorragenden Gebrauchsgrafiker Christoph Ehbets, der u.a. zahlreiche Cover für das DDR-Plattenlabel „Eterna“ schuf.







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