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Freitag, 9. Februar 2018

Schwarz auf Weiß



Fahrende Artisten waren mit die ersten, die bebilderte Druckwerbung in Form von mit Holzschnitten versehenen Hand- und Anschlagzetteln einsetzten. Im Bereich der frühen Anzeigenwerbung in Tageszeitungen waren Artisten- bzw. Kunstreitergesellschaften ebenso Pioniere beim Einsatz von Bildern, die ihre Annoncen augenfällig auf den Anzeigenseiten hervorhoben.
Auch am Ende des 20. Jahrhunderts mussten Schwarzweiß-Annoncen in den Tageszeitungen besondere Merkmale aufweisen, um in der Masse der Anzeigenwerbung als „Circusreklame“ aufzufallen. Typischerweise setzten die Werbeabteilungen der Circusse hier auf einen „Sternchenrahmen“, starke Kontraste, einen deutlich hervorgehobenen, typografisch auffälligen Unternehmensschriftzug sowie einfache Bildelemente.
Ende des 19. Jh. kamen farbige Circusplakate auf. Mit diesen Lithografien bildeten sich die typischen Gestaltungsmerkmale des Circusplakats aus, das nicht zuletzt durch seine Farbigkeit als solches ins Auge stechen sollte. Beschränkte finanzielle Mittel oder eingeschränkte Möglichkeiten infolge wirtschaftlicher Notzeiten zwangen die Unternehmen bisweilen jedoch, auf mit wenigen Farben gedruckte Plakate zu setzen. Einige Grafiker zeigten dabei ein besonderes Geschick, auch unter solchen Bedingungen, „augen-fällige“ Circusplakate zu gestalten, wofür obiges mit zwei Farben gedrucktes Exemplar des Circus Roland aus seinem Gründungsjahr 1948 ein treffliches Beispiel darstellt.


Schwarz auf Lila: Handzettel aus dem 19. Jahrhundert


Anzeigen in einer Ausgabe des Leipziger Tageblatts von 1858

Zeitungsanzeige, 1980er Jahre

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