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Samstag, 20. Januar 2018

Anthropomorphismen


Waldemar Swierzy

Kostümierte Tiere gehören in den Manegen unserer Breiten schon seit langem der Vergangenheit an und andressierte „menschliche“ Verhaltensweisen werden allenfalls noch mit einem Augenzwinkern auf humorvolle und tiergerechte Weise präsentiert.
Dressurstile und -methoden ändern sich mit dem Zeitgeist. Bis weit in die 1980er Jahre waren berockte, Roller fahrende Bären, verkleidete Hündchen oder beispielsweise „Rockmusiker“ „nachäffende“ Schimpansen besonders zur Freude der kleinen Circusbesucher noch oft Teil der Circusprogramme und tatsächlich standen solche Darbietungen in einer langen Tradition. In früheren Jahrhunderten galten Dressierbarkeit und die vermeintliche „Menschenähnlichkeit“ bestimmter Tierarten als Zeichen von „Klugheit“, die durch menschliches Verhalten imitierende Dressuren herausgestellt werden sollte. 

Holzschnitt auf dem Ankündigungszettel eines "Affen- und Hundetheaters", 19.Jh.

Bildpostkarte um 1900

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