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Sonntag, 23. Oktober 2016

Neu im Programm


... eine elegante, mutige Schönheit, die selbstbewusst und ohne wildes 
Gehabe ihren tierischen Partnern begegnet: Grafiken des Jugendstils
 wie diese oder die Titelseite Adolf Münzers spiegeln durchaus das Auf-
treten vieler Dompteusen dieser Zeit wider.

Bislang wurden in diesem Blog mit Ausnahme einiger Exkurse in verwandte Bereiche vornehmlich Circusplakate und Programmcover vorgestellt. Zukünftig wird der Bereich der „Circus-Grafik“ weiter gefasst und auch Illustrationen aus Zeitschriften und Büchern vornehmlich aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgenommen.
Den Anfang macht mit der Raubtierdompteuse eine als Gegenstand vieler Plakate hier bereits thematisierte Figur, die aufgrund mythologischer und psychologischer Aspekte sowie sozial- bzw. kulturgeschichtlicher Hintergründe vor allem in der Vergangenheit, aber auch noch in der Gegenwart von besonderer Faszination ist. Diese Variation des „Die Schöne und das Biest“-Themas wurde nicht zuletzt immer wieder in der Malerei aufgenommen, so beispielsweise von Otto Dix, Tsuguharu Foujita oder Botero. 

Holzstiche aus illustrierten Zeitschriften des späten 19. Jahr-
hunderts vermitteln realitätsnahe Einblicke in das damalige 
Alltagsleben. Das selbstbewusste Auftreten von Artistinnen,
 insbesondere der Dompteusen, stand im größten Gegen-
satz zum verbreiteten Frauenideal dieser Zeit.

Adolf Münzer schuf zahlreiche Illustrationen für die „Münchner 
Jugend“, so diesen ansprechenden Titel aus dem Jahr 1903. 

Grafik von Gerhard Grimm aus dem Jahr 1980


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