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Sonntag, 21. September 2014

Varieté und Revue – sechster Exkurs


Programm eines Vaudeville-Theaters aus dem Jahr 1924

Der Begriff “Varieté” wird vornehmlich im deutschen Sprachraum genutzt, in Frankreich werden entsprechende artistische Programme im „Casino“ oder in der „Music Hall“ gezeigt, in Großbritannien ist ebenfalls von der "Music-Hall" die Rede, aber auch von der "Variety-Show". In Amerika wiederum hat sich der Begriff „Vaudeville“ etabliert.
Im amerikanischen „Vaudeville“ und der englischen „Music Hall“ spielten neben der Akrobatik Auftritte von Komikern eine große Rolle und viele spätere (Stumm-) Filmgrößen wie Charlie Chaplin, Stan Laurel, Buster Keaton oder die Marx Brothers hatten ihre Wurzeln im Vaudeville-Theater.
In Frankreich hingegen nimmt der Tanz in der Regel breiten Raum ein, womit oftmals eine große Nähe zur Revue gegeben ist – ganz so wie beim Berliner Friedrichstadtpalast. Darüber hinaus ist in Deutschland der Tanz im Varieté kaum noch von Bedeutung, ebenso wie Gesangseinlagen, die im Vaudeville und der Music Hall häufig Bestandteil der Shows waren bzw. sind.

Französisches Music-Hall-Programm aus den 20er Jahren
 mit einer Illustration von Edouard Halouze.

Diese ansprechende Grafik auf einem Programm des 
Jahres 1930 erinnert an zeitgenössische 
Tourismus-Plakate im Stil des Art Deco.

Auch diese Illustration schmückt ein Music Hall-Programm.
Der Name des bekannten Illustrators Maurice Berty war ein Pseu-
 donym, hinter dem sich der Adlige Jean de Lamberty verbarg. 

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