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Sonntag, 25. Oktober 2020

Forties

 
Schweizer "Plakat des Jahres 1946": Knie-Plakat von Hans Falk

In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg spiegelte sich in gebrauchsgrafischen Arbeiten eine ausgesprochene Aufbruchstimmung, die auch auf einigen Circusplakaten und -programmtiteln vor allem in Frankreich mit einer reduzierten Formensprache und vereinzelten Anleihen an Kunstrichtungen wie Kubismus und Fauvismus zu Tage trat.
Diese neuen und in den folgenden Dekaden weitergeführten Ansätze wirkten sich auf das Gros der Circusgrafik allerdings in den meisten Ländern kaum aus. So zierten in den 1940er und frühen 50er Jahren zwar beispielsweise in Großbritannien weiterhin oft qualitätvolle Illustrationen Plakate und Programmhefte, selten jedoch künstlerisch anspruchsvolle oder zumindest originelle Arbeiten wie die Entwürfe eines mit „Eddie“ signierenden Zeichners für Tom Arnold*. In der Folgezeit konnten die allermeisten Plakate britischer Circusse in jederlei Hinsicht nicht mehr überzeugen. 
Eine ganz andere Rolle spielte die ambitionierte Gestaltung von Circusplakaten hingegen in skandinavischen Ländern und der Schweiz. Hier kamen in den späten 1940er Jahren eigenständige, originelle, zumeist farbenfrohe-naive, dabei aber durchaus anspruchsvolle Arbeiten erstklassiger Grafiker auf, die sich in der Folgezeit neben herkömmlichen Plakaten behaupteten und hier bereits oft vorgestellt wurden.

1947

1949

Englischer Programmtitel im Stil der 1930er/ 40er Jahre (um 1948)
 

* Ein Beispiel zeigt der Post "Les Francesos".

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